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Extrablatt zum Antikriegstag 2019

Die Abkehr vom Dollar könnte die Welt friedlicher machen!

    Der britische Wirtschaftswissenschaftler und geopolitische Analyst Peter Koenig, der mehr als 30 Jahre für die Weltbank arbeitete, hat am 19.7. 2019 im Online-Magazin New Eastern Outlook den Artikel „The World Is Dedollarizing“ veröffentlich. Peter Koenig fordert darin die Staaten der Welt auf, ihren Handel untereinander nicht mehr in US-Dollars, sondern in ihren jeweiligen Landeswährungen abzuwickeln.

    Im Folgenden drucken wir – mit geringfügigen Kürzungen – den 1.Abschnitt aus dem von ‚LUFTPOST‘* übersetzten Artikel ab:

    „Was wäre, wenn der US-Dollar ab morgen nur noch in den USA als Zahlungsmittel anerkannt würde? Was wäre, wenn alle Staaten und alle Gesellschaften alle internen und internationalen Geschäfte nur noch in ihren eigenen, nach ihrer jeweiligen Wirtschaftskraft bewerteten Währungen abwickeln würden? Der US-Dollar wäre nicht mehr die Weltreservewährung – auch nicht der Euro, der nur ein Abkömmling des US-Dollars ist. Das internationale Geldtransfer-System SWIFT, über das alle internationalen Geldtransaktionen in US-Dollars abgewickelt werden und das Sanktionen aller Art, die Behinderung des zwischenstaatlichen Handels und die Erpressung ‚widerspenstiger‘ Staaten erst möglich macht, wäre schlagartig obsolet. Was würde das bewirken? Kurz gesagt, kämen wir dem Weltfrieden sicher einen großen Schritt näher.

    Wenn die Souveränität der Staaten nicht mehr durch die finanzpolitische Hegemonie der USA eingeschränkt  würde, könnte sich eine globale geopolitische Struktur entwickeln, in der alle Staaten unabhängiger wären und selbständiger entscheiden könnten. Leider ist es noch nicht so weit. ‚Graffiti‘ an vielen Wänden überall in der Welt sind aber ein Zeichen dafür, dass wir uns ziemlich schnell in diese Richtung bewegen. [Näheres im Gesamtartikel] Trump weiß das und seine Hintermänner wissen es auch. Weil sie bisher ungestraft Druck ausüben konnten, versuchen die USA diese Entwicklung aufzuhalten – durch einen verbrecherischen, mit Handelsbeschränkungen, Sanktionen, und dem Raub ausländischer Vermögen und Währungsreserven geführten Finanzkrieg. …

    Überraschend ist, dass die Vertreter dieser Hegemonie nicht zu begreifen scheinen, dass sie mit ihren Drohungen, Sanktionen und Handels-hemmnissen den USA nicht nutzen, sondern nur das Gegenteil erreichen werden. Ökonomische Sanktionen, in welcher Form auch immer, wirken nur so lange, wie die Welt den US-Dollar als Handels- und Reservewährung anerkennt. Wenn sich die Welt der grotesken Diktate aus Washington entledigen will und die mit US-Sanktionen belegten Staaten diese Last abschütteln wollen, müssen sich alle Staaten vom Dollar lösen, auf ihre eigenen Währungen setzen und an Bord anderer Boote gehen.

    Der Handel in den jeweiligen Landeswährungen muss aber unbedingt außerhalb des US-Bankensystems und keinesfalls über das internationale Geldtransfer-System SWIFT abgewickelt werden, weil er sonst weiterhin von den USA kontrolliert werden könnte. Viele Staaten haben schon erkannt, dass der Dollar zunehmend eingesetzt wird, um den Wert ihrer eigenen Wirtschaft zu manipulieren. Der US-Dollar ist eigentlich eine Währung ohne eigenen Wert, die nur wegen ihrer massenhaften Verbreitung den Wert der Wirtschaft anderer Staaten steigern oder absenken kann, je nachdem, ob sich ein Staat den USA unterwirft oder sich ihnen widersetzt.

    Dieses absurde Phänomen sollten wir endlich zur Kenntnis nehmen. Der tatsächliche Wert der US-Dollars entspricht noch nicht einmal mehr dem Wert des Papiers, auf das sie gedruckt sind. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der USA für das Jahr 2019 wird von der Weltbank auf 21 Billionen Dollar geschätzt. Die US-Staatsverschuldung beträgt rund 22 Billionen Dollar, das sind 105 Prozent des BIP der USA. Das globale BIP für 2019 liegt nach Schätzungen der Weltbank bei 88 Billionen Dollar. Nach Angaben des Wirtschaftsmagazins Forbes wurden 210 Billionen der im Umlauf befindlichen US-Dollars für „Unfunded Liabilities“ [nicht gedeckte Verbindlichkeiten] ausgegeben. … Diese 210 Billionen ungedeckter US-Dollars entsprechen dem Zehnfachen des BIP der USA oder dem Zweieinhalbfachen des BIP der gesamten Welt. Diese Unsumme steigt ständig durch den Schuldendienst weiter an …. Zusätzlich schwirren in US-Dollars notierte ‚Derivate‘ im „Wert“ von vermutlich einer bis zwei Billiarden US-Dollar rund um den Globus, die allenfalls einen rein spekulativen Wert haben. Diese monströsen US-Schulden werden durch den Verkauf von US-Staatsanleihen auch auf andere Staaten rund um die Welt abgewälzt, die immer noch glauben, sich damit eine rentable Dollarreserve anlegen zu können.

    Der Hauptteil dieser Staatsanleihen wird aber von der FED [der privaten US-Notenbank] angekauft, die dafür ständig große Mengen neue US-Dollars druckt. Die mit dem Ankauf dieser US-Staatsleihen in Umlauf gebrachten neuen US-Dollars können die US-Regierungen verwenden, um ihre endlosen Kriege, ihre Waffenkäufe und ihre Lügenpropaganda zu finanzieren …, obwohl sie genau wissen, dass sie die ständig wachsende US-Staats-verschuldung niemals werden tilgen können. Dadurch ist eine riesige globale Dollarpyramide entstanden. Können Sie sich vorstellen, was passieren wird, wenn die zusammenbricht?“

    Soweit der 1.Abschnitt, der neugierig macht, den ganzen Artikel zu lesen:   *http://www.luftpost-kl.de/luftpost-archiv/LP_19/LP09219_190819.pdf

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AachenerAktionsgemeinschaft „Frieden jetzt!“

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