StartseiteAktuelles28.Februar 2019, 19 Uhr: Nirit Sommerfeld zum Thema „Israel/Palästina“

In einer Zeit, in der der Begriff Antisemitismus inflationär gebraucht wird, ist es schon fast mutig, zu einer Veranstaltung zu gehen, in der eine Israelitin ihr Heimatland „Besatzerstaat“ nennt …

Der Aachener Aktionsgemeinschaft „Frieden jetzt!“ ist es in Zusammenarbeit mit dem ‚Euregioprojekt Frieden‘ und dem Publizisten Ulli Mies gelungen, Nirit Sommerfeld nach Aachen einzuladen, wo sie am Donnerstag, den 28. Februar 2019, um 19 Uhr in der Aula des Welthauses, An der Schanz 1, auftritt, um, wie sie selbst sagt, ihre „Erkenntnisse aus meinem Mutterland, der ‚einzigen Demokratie im Nahen Osten‘ als Besatzerstaat“ darzulegen.

Wenn jemand aus erster Hand über die politischen Verhältnisse in Israel und das Verhalten dieses Landes gegenüber Palästina authentisch erzählen kann, dann ist das die Schauspielerin, Sängerin, Autorin und Friedensaktivistin Nirit Sommerfeld. Nirit Sommerfeld wurde in Israel geboren, kam mit acht Jahren nach Deutschland. Nach dem Abitur zog sie nach Salzburg, um am Mozarteum ihre Schauspielausbildung zu absolvieren. Danach lebte sie in Berlin, München und Rom. Sie gründete 1998 die Band KLEZMORIM, mit der sie heute noch unter dem Namen ORCHESTER SHLOMO GEISTREICH mit eigenen Programmen auftritt. Sie war maßgeblich an der Entstehung der israelischen Bewegung SISO (Save Israel, Stop the Occupation) beteiligt und gründete u.a. mit Rupert Neudeck und Rolf Verleger das Bündnis zur Beendigung der israelischen Besatzung BIB e.V..

Nirit Sommerfeld kehrte 2007 mit ihrer Familie in ihr Geburtsland Israel zurück. Sie wollte da leben, wo ihre Muttersprache gesprochen wird, zu Hause sein, ein Daheim haben, angekommen sein. Zwei Jahre später entschied sie sich politisch und persönlich für die Rückkehr nach Deutschland. In ihrem Vortrag, dem sie den Titel: „DAHEIM ENTFREMDET“ gegeben hat, beschreibt sie sehr persönlich den schmerzhaften Weg vieler Erkenntnisse, die sie in jener Zeit erfahren musste.

Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger sind zu dieser Veranstaltung herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei. Um eine freiwillige Gabe zur Deckung der Unkosten wird gebeten

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