51. Kundgebung gegen Krieg: Samstag, 3. Oktober, 15 Uhr, Markt
Dokumentation –>> unten!
In einer Zeit, in der
— die kriegsverbrecherische NATO einen ‚Friedenspreis‘ erhält:

ganz rechts: Merz bei der Wahl des ‚Preisträgers‘ < https://www.wirtschaftliche-gesellschaft.de/internationaler-preis-des-westfaelischen-friedens/nato-und-sociomovens-erhalten-westfaelischen-friedenspreis-2026 >
— Merz und weitere EU-Regierungschefs martialisch in Flecktarn-Uniformen posieren:

< https://www.nachdenkseiten.de/?p=156506 >
— Kriegsminister Pistorius in den USA US-Tarnkappenjets F-35 für rund 4 Milliarden Euro kauft unter Bedingungen, „die US-seitig vorgegeben und nicht verhandelbar sind“

< https://www.nachdenkseiten.de/?p=156693 >
müssen wir mutig, entschlossen und unerbittlich Widerstand leisten!
Kommt am Samstag, 3. Oktober 2026, um 15 Uhr zur 51. Kundgebung gegen Krieg zum Markt!
Von dort werden wir nach einer Auftaktkundgebung durch die Innenstadt ziehen.
Veranstalter: Aachener Bündnis ‚Diplomatie statt Waffen und Sanktionen!‘
Die Veranstaltung ist polizeilich angemeldet.
Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eigeladen!
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Dokumentation:


Begrüßung durch Ansgar:
Liebe Freundinnen und Freunde des Friedens, der Freiheit und der Gerechtigkeit!
Dass in diesem Monat der 1. Samstag, also der Tag unserer 51. ‚Kundgebung gegen Krieg‘ auf den Tag der deutschen Einheit fällt, ist Anlass ‚zwei Worte‘ dazu zu sagen:
Wem verdanken wir die Einheit? Einerseits den Demonstrationen der Bevölkerung der damaligen DDR für Freiheit, andererseits dem damaligen Präsidenten der UdSSR Michail Gorbatschow, der ein freies Europa von Lissabon bis Wladiwostok wollte. Gorbatschow hat damals dem Versprechen der ‚Westmächte‘ geglaubt, dass die NATO sich keinen cm über die Oder-Neiße-Grenze ausdehnen würde.
Was ist daraus geworden??? Vorgestern erhielt die NATO, die ein Land nach dem anderen Richtung Russland sich einverleibte, in Münster den ‚Westfälischen Friedenspreis‘ und der Kriegstreiber Nummer eins gegen Russland, der amtierende Bundeskanzler, hielt die Laudatio!!!
Gegen diese Kriegstreiber sind wir hier! Ich danke Euch, dass Ihr alle dabei seid!
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Rede von Markus:
Hallo zusammen,
Wir standen am 27.09. zum ersten und mit Sicherheit nicht zum letzten Mal an der Dr. Leo Löwenstein-Kaserne um den Ausbau der Kaserne und die Zerstörung der Beverau als Frischluftschneise und Naturerholungsgebiet zu verhindern.
Nach einem Hitzesommer wie wir ihn bisher kaum erlebt haben, will die Bundeswehr in Aachen eine der wichtigsten Frischluftschneisen zerstören und die Bevölkerung ins Schwitzen bringen. Trotz mehrerer Untersuchungen der RWTH, die alle die Bedeutung der Beverau als Entstehungsgebiet für Kaltluft betonen machen neue, im Geist der Militarisierung geschaffene Änderungen im Baurecht eine massive Bebauung für militärische Zwecke gegen die Interessen der Menschen in Aachen möglich. Ohne Einbeziehung der Aachenerinnen und Aachener und der lokalen Politik soll dort nun ein militärisches Ausbildungszentrum entstehen, um Deutschland kriegstüchtig zu machen – das gilt es zu verhindern!
Letzten Freitag waren hier in Aachen hunderte Schüler auf der Straße, um gegen die Wehrpflicht zu demonstrieren. Die Jugend hat wieder reale Angst in einen Krieg hinein gezogen zu werden, und das nicht unbegründet – hier in Deutschland werden ganz reale Vorbereitungen für einen großen Krieg getroffen in dem Deutschland Drehscheibe für die Verlegung von Nato-Truppen Richtung Russland sein soll.
Der Operationsplan Deutschland, ein geheimer Plan dessen Stoßrichtung allerdings hinlänglich bekannt ist, nämlich eben jene Drehscheibe Richtung Osten zu realisieren, führt auf über 1.000 Seiten militärische Maßnahmen mit zivilen Unterstützungsleistungen von Behörden (Polizei, Feuerwehr, THW) und der Privatwirtschaft (z. B. Transport, Logistik, Raststätten) zusammen. Und das nicht nur auf dem Papier, die Offiziere der Bundeswehr werden haufenweise bei den entsprechenden Stellen vorstellig und beginnen mit der konkreten Planung.
In diesem Kontext soll nun hier in Aachen direkt nach einem unglaublichen Hitzesommer eine absolut wichtige Frischluftschneise und ein Naturerholungsgebiet, nämlich unsere Beverau, zerstört und in den Dienst dieser wahnsinnigen Aufrüstung gestellt werden. Für alle 4 Kasernen geht es vermutlich um 1,2 Milliarden €, das meiste davon für die Beverau. Wenn wir das verhindern, und wir werden das verhindern, dann verhindern wir nicht nur eine drastische Verschlechterung unserer Lebensqualität hier in Aachen sondern auch ein Stück weit den Aufmarsch Richtung Russland der uns alle in das Verderben stürzen wird.
Wir dürfen nicht vergessen >> Unsere Abschreckung ist Russlands Bedrohung – und umgekehrt. Was uns hier als defensive Maßnahme verkauft wird erzeugt auf der anderen Seite ernsthafte Bedrohungsgefühle.
Der Westen bzw. die Nato misst mit zweierlei Maßstäben, siehe Russland, Israel, Iran….
Wir fordern Investitionen in Gesundheit, Bildung und Soziales, um Deutschland und auch Aachen zukunftsfähig zu machen anstatt Investitionen in Krieg und Militär!!! Es braucht jetzt Diplomatie statt immer mehr Drohungen!!!
Beverau – bleibt! – Beverau – bleibt! – Beverau, Beverau – bleibt, bleibt, bleibt!
Unser Anliegen – (inter)national:
Was hier in Aachen auf der Beverau geplant ist, kann gleichzeitig als ernsthafte Bewerbung auf einen Listenplatz der Primärziele für Interkontinentale Raketenangriffe, ob konventionell oder sogar nuklear, angesehen werden. In modernen Kriegen ist nichts so entscheidend wie die Militärtechnik und genau die soll in Aachen mit der technischen Schule des Heeres ausgebaut werden
Seit Februar 2022 erleben wir ein Erstarken des Militarismus, wie es unser Land seit dem zweiten Weltkrieg nicht mehr gesehen hat. Wir sehen dies als Irrweg an und fordern mehr diplomatische Bemühungen zur Beilegung von Konflikten anstatt immer weiterer Aufrüstung mit dem kruden Hintergedanken, dadurch eine Atommacht (Russland) einzudämmen.
Wir erleben außerdem wie die Bundeswehr in Deutschland wieder zum Staat im Staate wird – Seit 01.09.2026 gelten Neuerungen, die Ausbauvorhaben für das Militär viel einfacher machen – Genehmigungsschritte, die bisher von zivilen Behörden vorgenommen werden mussten, fallen einfach weg. An den Belangen des Umweltschutzes vorbei zu bauen und durch die Brechstange derartige Bauvorhaben durchzusetzen, ist viel einfacher geworden . Wenn aber das Militär sich praktisch selbst alles genehmigen dürfe, wird es zum Staat im Staate. Deswegen ist der Kampf um den Erhalt der Beverau nicht nur ein Kampf gegen ein beliebiges Rüstungsvorhaben, sondern auch einer für die Demokratie und das Mitspracherecht der Bürger in unserem Land.
Unser Bündnis ‚Beverau statt Militärausbau‘ versteht sich als antimilitaristisches und dem Umweltschutz verbundenes Bündnis zum Erhalt der Beverau in Aachen. Bisher bestehen wir aus dem BSW-Kreisverband Aachen, der Freien Linken Aachen und der Aachener für eine menschliche Zukunft, aber wir freuen uns auf viele weitere Gruppen als Unterstützer. Ein nächstes Koordinationstreffen wird es am 08.10. um 19 Uhr in der Südstraße im BSW-Büro geben. Wer sich aktiv bei weiteren Aktionen einbringen möchte ist herzlich eingeladen dort teilzunehmen.
Wir fordern den Erhalt der Beverau und der Lebensqualität der Aachener Bürger. Außerdem stellen wir uns den Plänen entgegen, Deutschland wieder kriegstüchtig zu machen, weil wir darin einen Weg direkt in einen neuen Weltenbrand sehen. Wir fordern Frieden durch Diplomatie und Abrüstung!!!
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1. Rede von Ansgar:
Liebe Freundinnen und Freunde des Friedens, der Freiheit und der Gerechtigkeit!
Es ist ungeheuerlich, wie Deutschland auf allen Ebenen kriegstüchtig gemacht werden soll!
‚kriegstüchtig‘ – man kann es nicht oft genug wiederholen – ist von Kriegsminister Pistorius von Hitlers Propagandaminister Goebbels übernommen worden! Und was will Pistorius damit? uns auf einen Krieg gegen Russland vorbereiten; exakt wie unter Hitler vor 1939! Nur wird jetzt suggeriert, Russland würde bald ein NATO-Land angreifen und Deutschland müsste dann als NATO-Mitglied bei der ‚Verteidigung‘ voll dabei sein. Woher nehmen Politiker und Medien nur diese ‚Prophezeiung‘??? Russland hat nicht das mindeste Interesse daran, ein NATO-Land anzugreifen! Denn Russland ist, was konventionelle Rüstung anbelangt, der NATO weit unterlegen, aber — es hat eine neue Nukleardoktrin! Russland hätte längst auf die von der NATO unterstützten ukrainischen Angriffe auf russisches Territorium zurückschlagen können, doch Moskau weiß genau, dass das zu einen Atomkrieg führen könnte.
Die Forderung, „kriegstüchtig“ zu werden, dient ausschließlich der Rüstungsindustrie und den USA, die die Bodenschätze Russlands ausbeuten wollen. Europa, insbesondere Deutschland, das laut ‚Operationsplan Deutschland‘ die ‚Drehscheibe‘ Richtung ‚NATO-Ostflanke ist – soll dabei die ‚Drecksarbeit‘ machen!
Ein eklatantes Beispiel für diese ‚Erziehung‘ zur „Kriegstüchtigkeit“ ist das, was am vergangenen Wochenende in Hamburg ablief. ‚german-foreign-policy‘ titelt: „Bundeswehr und zivile Organisationen trainieren dort drei Tage lang das Verlegen von Truppen über Hamburg an die NATO-Ostflanke.“ Ich zitiere weiter aus ‚german-foreign-policy‘: < https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/10555 >
„Zugrundeliegendes Szenario ist bei dem Manöver Red Storm Charlie eine Mobilmachung ins Baltikum noch vor einem russischen Angriff und damit auch noch vor dem Ausrufen des Spannungs- und Verteidigungsfalls … Kern der Manöverserie Red Storm, die vor zwei Jahren mit Red Storm Alpha begann und im vergangenen Jahr mit Red Storm Bravo fortgesetzt wurde, ist das Erschließen „ziviler Unterstützungsleistungen“ für die militärische Mobilmachung in Richtung Russland. [1] Laut Bundeswehr trainieren insgesamt 500 Soldaten mit schwerem Gerät das Verlegen an die NATO-Ostflanke. Das Manöver findet dabei nicht nur auf Truppenübungsplätzen, sondern mitten im zivilen Leben statt. … Die deutsche Verfassung erlaubt staatlichen Stellen im Kriegsfall, mit umfangreichen Sonderbefugnissen Zivilisten und Unternehmer zu Arbeits- und Sachleistungen im Dienste des Militärs zu verpflichten – etwa zivile Lkw zu beschlagnahmen oder medizinisches Personal zur Arbeit im Lazarett zu zwingen … – bis hin zum verfassungskonformen Einsatz der Armee gegen Aufständische. Mit Red Storm Charlie trainiert die Armee ausdrücklich die „vorsorgliche [!] Verlegung militärischer Kräfte in Richtung des östlichen Bündnisgebiets“ – also die Mobilmachung in Richtung Osten.
… Bei Red Storm gehe es darum, so heißt es, die „Handlungsfähigkeit aller Beteiligten zu verbessern“.[7] Und wer hatte zugesagt, sich diesmal zu beteiligen: die Bundespolizei, Polizeikräfte aus Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein, die Feuerwehr, das TechnischeHilfsWerk, das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, das Deutsche Rote Kreuz, der Flughafen, der Hafen, die Hamburger Hochbahn, die Handels- sowie Handwerkskammer, Lufthansa, Airbus, Blohm + Voss, Philips, die Hamburger Messe, Rheinmetall, die Deutsche Bahn, Unilever und Edeka.[8] – Ich hab die alle aufgezählt, um deutlich zu machen, wie weit die Kriegspropaganda schon ‚gediehen‘ ist. – Die Handelskette Edeka wirbt für den Kauf eines „Notfallrucksacks“ und beteiligt sich somit an der Umsetzung der kriegsvorbereitenden Maßnahmen des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, denen zufolge sich alle Deutschen mit 20 Litern Wasser, Lebensmitteln für 14 Tage, Medikamenten, Notfalltasche und Kurbelradio für den Krieg mit der Atommacht Russland rüsten sollen.[9]. Der Notfallrucksack wird beworben mit: „die kompakte Basis für die private Krisenvorsorge“; er enthält natürlich ein Kurbelradio.[10]
Aus der Zivilbevölkerung kommt allerdings nicht nur Unterstützung, sondern auch Widerspruch. Eine Vielzahl von Organisationen aus der erstarkenden Anti-Kriegs-Bewegung von Gewerkschaften wie der GEW bis zu Gruppierungen wie Rheinmetall entwaffnen haben zu Protest und Widerstand gegen das Manöver aufgerufen.
Doch was sagt Sinan Selen, der Präsident des ‚Bundesamtes für Verfassungsschutz‘, zu Protest und Widerstand: „Unzufriedenheiten“ oder „Kritik am bestehenden System“ müssen als verdächtig gelten, weil sie „Angriffspunkte“ für „russische Narrative“ bieten ebenso Personen, „die sich kritisch mit dem Ukraine-Konflikt … befassen, die sich mit Russland befassen“.[13]“
Soweit ‚german-foreign-policy‘. Da bleibt einem die Spucke weg! Soweit ist ‚Kriegstüchtigkeit‘ in Deutschland schon! Da hilft nur: mutiger, entschlossener und unerbittlicher Widerstand!
Ich danke Euch!
Aachen, 3. Okt. 2026, Dr. Ansgar Klein
[1] Bundeswehrübung Red Storm Charlie: Hamburg übt für den Ernstfall. bundeswehr.de. S. auch Hamburg im Krieg.
[2], [3] „Red Storm Charlie“: Bundeswehr plant Ernstfall-Übung in Hamburg. youtube.com.
[4] Bundeswehrübung Red Storm Charlie: Hamburg übt für den Ernstfall. bundeswehr.de.
[5], [6] S. dazu Auf Krieg einstellen (IV).
[7], [8] Bundeswehrübung Red Storm Charlie: Hamburg übt für den Ernstfall. bundeswehr.de.
[9] „Red Storm Charlie“: Alles über die Bundeswehr-Übung in Hamburg. ndr.de 23.09.2026.
[10] EDEKA-Verbund begleitet die Übung „Red Storm Charlie“ und stärkt Krisenvorsorge im Alltag. presseportal.de 17.09.2026.
[11] Red Storm Business. handelskammer-hamburg.de.
[12] Grünbuch Zivil-Militärische Zusammenarbeit 4.0. S. auch Zivilisten im Krieg (I) und Zivilisten im Krieg (II).
[13] Anhörung der Präsidenten der Nachrichtendienste des Bundes. youtube.com 14.10.2025
[14] Pressekonferenz zur Sabotage an Umspannwerken. wdr.de 04.09.2026.
[15] S. dazu Kriegstüchtige Geheimdienste (II).
2. Rede von Ansgar:
Liebe Freundinnen und Freunde des Friedens, der Freiheit und der Gerechtigkeit!
Ich muss noch etwa Ungeheuerliches berichten:
In einer Zeit, in der Israel den Genozid in Gaza fortsetzt, baut die Bundeswehr ihre Kooperation mit der Israelischen Armee, der Polizei und Cybersecurity-Behörden verstärkt aus und das mit ungeheuerlichen Begründungen. Ich zitiere aus einem Artikel von ‚german-foreign-policy‘ vom 28. September: < https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/10557 >
„Der schon im Januar unterzeichnete „Cyber- und Sicherheitspakt“ soll jetzt umgesetzt werden, und zwar um – so heißt es wörtlich in diesem ‚Pakt‘ – „praxisnahe Erkenntnisse aus einem Land mit hoher Einsatzfrequenz“ zu erhalten.“ – Der Völkermord in Gaza wird also schlicht „hohe Einsatzfrequenz“ genannt! Unglaublich! ‚german-foreign-policy‘ zitiert weiter aus diesem Pakt: „Das Abkommen über eine deutlich intensivierte Militärzusammenarbeit zielt darauf ab, die Bundeswehr in der Praxis „kriegsfähig“ zu machen. Dazu sollen die israelischen Landstreitkräfte ihre Fähigkeiten und Erfahrungen, die sie in Israels vergangenen und aktuellen Kriegen erlangt haben, an das Deutsche Heer weitergeben. Mit ihrem unübertroffenen Fachwissen im Bereich Bodenoperationen können die Israel Defense Forces (IDF) der Bundeswehr helfen, sich auf ein zunehmend unbeständiges globales Umfeld einzustellen.“
Ich wiederhole: Israel mit seinem „unübertroffenen Fachwissen im Bereich Bodenoperationen“, sprich: Völkermord!
Ich zitiere weiter aus dem ‚german-foreign-policy‘-Artikel: „Die deutsch-israelische Militärkooperation begann, wie die Rüstungszusammenarbeit im Kern bereits gegen Ende der 1950er Jahre, als deutsche Militärs israelische Soldaten in den Gebrauch damals gelieferter deutscher Waffensysteme einwiesen. … ab 1998 fanden „regelmäßige Treffen auf Generalstabsebene des Heeres“ statt.[2] … ab 2017 nahm die deutsche Luftwaffe mehrmals am israelischen Luftwaffenmanöver ‚Blue Flag‘ teil. Der Inspekteur der Luftwaffe, Ingo Gerhartz, erklärte 2022, für die Luftwaffe seien die Israel Defense Forces (IDF) „der wichtigste Partner außerhalb der NATO“.[5]“
Wichtig ist auch, was 2002 der Generalleutnant a.D. Helmut Willmann erklärte, der in den Jahren von 1996 bis 2001 als Inspekteur des Heeres unter anderem damit befasst war, die Beziehungen seiner Einheiten zu den israelischen Landstreitkräften zu institutionalisieren. Willmann wörtlich: „wir sind dabei, die Bundeswehr von der Friedens- zur Einsatzarmee umzubauen und suchen natürlich auch den Kontakt zu Armeen, die da schon mehr Erfahrungen hatten als wir“ [6]
Auch auf dem Gebiet der Cybersicherheitsbehörden bauen die Bundesrepublik und Israel ihre Kooperation aus. Bundesinnenminister Dobrindt und der vom Internationalen Gerichtshof als Kriegsverbrecher verurteilte Premierminister Netanjahu unterzeichneten dazu am 11. Januar einen „Cyber- und Sicherheitspakt“ … Bundesinnenminister Dobrindt erwartet laut Aussage der Bundesregierung von diesem Pakt: „… praxisnahe Erkenntnisse aus einem Land mit hoher Einsatzfrequenz“.[13] soweit ‚german-foreign-policy‘.
Diese Zusammenarbeit mit einem Land das „hohe Einsatzfrequenz“ bei Völkermord und Kriegsverbrechen hat, ist meines Erachtens auch verbrecherisch!
Auch die Deutsch-Israelische Zusammenarbeit auch auf dem Gebiet der Rüstung muss man anprangern:
Dazu hat ‚german-foreign-policy‘ am 24. Sept 2026 einen wichtigen Artikel veröffentlicht: Titel:
„Rüstungskooperation mit Israel“ < https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/10553 > Untertitel: „Israelische Rüstungsunternehmen errichten eine schnell wachsende Zahl an Fabriken in Deutschland. Das beschleunigt die deutsche Hochrüstung und sichert die israelische Waffenproduktion für den Kriegsfall ab.“
„Z.B. will ‚Rafael‘ – ein staatliches Rüstungsunternehmen in Israel – im bisherigen VW-Werk in Osnabrück zukünftig Komponenten für Flugabwehrsysteme herstellen. Dazu wird ‚Volkswagen‘ die Fabrik an den Investor Aurelius Capital sowie an das Bundesland Niedersachsen verkaufen.[9]
‚Elbit‘, ein israelischer Luft- und Raumfahrt- sowie Elektronikkonzern, kündigt den Aufbau von „bis zu acht“ neuen Standorten in der Bundesrepublik an, an denen dann „weit über 1.000“ Personen beschäftigt werden sollen. Hintergrund ist der rasant gestiegene Bedarf an Kriegsgerät nicht nur in Israel, sondern insbesondere auch in den Staaten Europas. Einerseits tragen die neuen Waffenfabriken zur rasanten Hochrüstung der Bundeswehr bei; andererseits ermöglichen sie es den israelischen Unternehmen, die Waffen, die die israelischen Streitkräfte benötigen, für den Fall einer weiteren Kriegseskalation in Nah- und Mittelost in sicherer Entfernung herstellen zu können. …Der Bundesrepublik bietet sie nicht zuletzt Zugriff auf teils herausragende High-Tech-Fähigkeiten der starken und darüber hinaus kriegserfahrenen israelischen Rüstungsindustrie.
Die israelische Rüstungsindustrie produziert so viel, dass sie trotz des stetigen kriegsbedingten Verbrauchs durch die israelischen Streitkräfte in erheblichem Maß Waffen exportieren muss, was in den vergangenen Jahren regelmäßig 75 Prozent ihres Umsatzes ausmachte; rund 7,5 Prozent aller israelischen Exporte stammten aus der Rüstungsindustrie. Der globale Durchschnitt liegt bei knapp 1 Prozent!.[2]
Den Erfolg der israelischen Rüstungsindustrie und ihre Attraktivität für Waffenkunden in aller Welt beruht z.B. darauf, dass israelische Waffensysteme in der Regel kriegsgetestet sind. So wurden Regierungsmitarbeitern aus mehreren Ländern, darunter Deutschland, Ende 2025 auf einer von Israels Verteidigungsministerium gesponserten Konferenz Videos vom Einschlag von Drohnen in ein Gebäude im Gazastreifen gezeigt. Ziel war, zum Kauf der Drohnen zu animieren.[4]
Bundesdeutsche Rüstungsunternehmen kooperieren schon seit Jahrzehnten mit israelischen Waffenschmieden. … So stammten die ersten großen Drohnen der Bundeswehr – die Heron 1, die in Afghanistan eingesetzt wurde – von der israelische Firma IAI; Auch das moderne Flugabwehrsystem Arrow 3, das die Bundesrepublik gegenwärtig erwirbt, kommt aus Israel. … Der CDU-Bundestagsabgeordnete Bastian Ernst, Mitglied im Verteidigungsausschuss des Bundestags, vor seinem Einzug ins Parlament im Jahr 2025 erst bei Rheinmetall, dann bei Dynamit Nobel Defence tätig … , nennt den Bau von Fabriken israelischer Rüstungskonzerne in Deutschland – ich zitiere Bastian Ernst: „eine Absicherung … in zwei Richtungen: Für Israel ist es eine Sicherheit, einen Produktionsstandort zu haben, von dem sie beziehen können, wenn sie in einen Konflikt geraten.[12] Die Bundeswehr ihrerseits sichert es ab, wenn wir diese Technologie in Deutschland haben und sie ebenfalls nutzen können. Es handelt sich demnach um eine enge Zusammenarbeit zum Nutzen der Kriegsfähigkeit beider Seiten.“
Also: ‚Kriegstüchtig‘! exakt wie unter Hitler vor 1939!
Ich kann nur wiederholen: Da hilft nur: mutiger, entschlossener und unerbittlicher Widerstand!
Ich danke Euch!
Aachen, 3. Okt. 2026, Dr. Ansgar Klein
Fußnoten zu https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/10557
[1] S. dazu Rüstungskooperation mit Israel.
[2] Otfried Nassauer, Christopher Steinmetz: Rüstungskooperation zwischen Deutschland und Israel. Berliner Informationszentrum für Transatlantische Sicherheit. Research Report 2003.1. Berlin, September 2003. S. auch „Im nationalen Interesse Deutschlands“ (III).
[3], [4] Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Christine Buchholz, Jan van Aken, Annette Groth, weiterer Abgeordneter und der Fraktion Die Linke. Deutscher Bundestag, Drucksache 18/2787. Berlin, 09.10.2014.
[5] Stephan Jeglinski: Inspekteur der Luftwaffe mit Ernst-Cramer-Medaille ausgezeichnet. bundeswehr.de 24.05.2022.
[6] Daniel Marwecki: Absolution? Israel und die deutsche Staatsräson. Göttingen 2024.
[7] Thorsten Jungholt: Bundeswehr soll in Israel den Tunnelkampf lernen. welt.de 10.08.2014.
[8] Thorsten Jungholt: Bundeswehr soll in Israel den Häuserkampf lernen. welt.de 30.08.2015.
[9] „Ich möchte mit keinem tauschen“. bundeswehr.de 21.10.2021.
[10] Deutsches und israelisches Heer vereinbaren Zusammenarbeit. israelnetz.com 25.02.2026.
[11] John Meister: Deepening military ties between IDF and Bundeswehr. blogs.timesofisrael.com 21.02.2026.
[12] Zusammenarbeit zur Cybersicherheit mit Israel wird ausgebaut. bmi.bund.de 12.01.2026.
[13] Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Jan Köstering, Clara Bünger, Doris Achelwilm, weiterer Abgeordneter und der Fraktion Die Linke. Deutscher Bundestag, Drucksache 21/4306. Berlin, 23.02.2026.
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Fußnoten zu
[2] Yoram Evron: Israel’s defence industry: adaptation and growth in a changing arms market. In: Defence Studies vol. 25/2. 2025. p. 301-321.
[3] Raf Sanchez: Exclusive: Inside access to Israel’s secretive cyber spy agency – which headhunts recruits at 16. telegraph.co.uk 17.06.2019.
[4] Anat Peled: Israel’s Latest Military Tech: Tested in Gaza, Wanted by the West. wsj.com 04.12.2025.
[5] S. dazu Im nationalen Interesse Deutschlands (II).
[6] Marcel Serr: Zur Geschichte der deutsch-israelischen Rüstungskooperation. In: Aus Politik und Zeitgeschichte 6/2015. 2. Februar 2015. S. 23-29.
[7] Otfried Nassauer, Christopher Steinmetz: Rüstungskooperation zwischen Deutschland und Israel. Berliner Informationszentrum für Transatlantische Sicherheit (BITS) Research Report 2003.1. Berlin, September 2003.
[8] Rheinmetall supplies NATO customer a significant number of HERO Loitering Munitions – order worth in the three-digit-million Euro range. rheinmetall.com 26.11.2025.
[9] Lazar Backovic, Roman Tyborski: Rüstung statt T-Roc – So rettet VW sein Werk in Osnabrück. handelsblatt.com 07.09.2026.
[10] Hunderte demonstrieren gegen mögliche Rüstungsansiedlung. mdr.de 30.08.2026.
[11], [12] Steffi Hentschke: Iron Dome, made in Osnabrück. zeit.de 08.09.2026.
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