48. Kundgebung gegen Krieg am Samstag, 4. Juli 2026, 15 Uhr, am ‚Geldbrunnen‘, Ursuliner-/Hartmann-Straße
Dokumentation: –>> unten!
In einer Zeit, in der
— die Ukraine, massiv unterstützt vom Westen, Angriffe auf Moskau und andere Ziele in Russland führt,[1]
— eine Sprecherin der EU-Kommission, Anita Hipper, auf einer Pressekonferenz in Brüssel sagt:
„die EU-Kommission wird alles tun, um Russlands Wirtschaft auf dem Schlachtfeld anzugreifen“,[2]
— der SPD-Kriegsminister Pistorius erklärt: „Insbesondere der Neue Wehrdienst und das Stärken der
militärischen Reserve sollen dazu beitragen, die Kampfbereitschaft in der Bevölkerung auszubauen.“,[3]
müssen wir mutig, entschlossen und unerbittlich Widerstand leisten und uns unseren russischen Mitmenschen zuwenden und ihnen laut und deutlich zu sagen, dass wir Frieden wollen, keinen Krieg!
Kommt am Samstag, 4. Juli 2026, um 15 Uhr zur 48. Kundgebung gegen Krieg zum Kugelbrunnen! Von dort werden wir nach einer Auftaktkundgebung durch die Innenstadt ziehen.
Veranstalter: Aachener Bündnis ‚Diplomatie statt Waffen und Sanktionen!‘ (Aachener für eine menschliche Zukunft, Arbeitskreis GewerkschafterInnen Aachen, Freie Linke Aachen, Friedensinitiative Querdenken 241 Aachen)
Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger sind herzlich zur Teilnahme eingeladen!
Die Anmeldung der Versammlung ist polizeilich bestätigt.
———-
[1] https://www.nachdenkseiten.de/?p=152638
[3] https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/10454
*******************
Dokumentation:
Rede von Ansgar:
Liebe Freundinnen und Freunde des Friedens, der Freiheit und der Gerechtigkeit!
Heute möchte ich wieder ein Wort des amtierenden Papstes, Leo XIV, an den Anfang stellen: »Man darf Aufrüstung nicht ›Verteidigung‹ nennen«. <1>Ich finde, dass der Papst damit die herrschende Aufrüstungspropaganda als das entlarvt, was sie in Wirklichkeit ist: nämlich Vorbereitung eines Angriffskrieges und zwar eines Angriffskrieges gegen Russland! Allenthalben wird Russland die Absicht unterstellt, ein NATO-Land angreifen zu wollen. Dafür gibt es nicht den leisesten Verdacht. Umgekehrt wird allerdings ein Schuh daraus: nach wie vor ist das Ziel der NATO-Führungsmacht USA, das rohstoffreiche Russland unter Kontrolle zu bringen!
Die USA haben bekanntlich keine Skrupel, für Ihre Ziele Kriege zu führen. Der nächste Krieg könnte Kuba betreffen! Seniora titelt am 23. Mai: „„Vergewaltiger USA“ verfolgt Kuba“ -Eugene Doyle schreibt dort: „Es macht mich krank, wenn ich höre, wie Außenminister Marco Rubio andeutet, dass ein Krieg der USA gegen Kuba fast unvermeidlich sei. – Ein globaler Gigant gegen einen kleinen, verarmten Inselstaat!“ <2> Am 26. Mai titelt ‚worldbeyondwar‘: „Do U.S. War Crimes Doom the World to Endless War and Chaos?“ also: „Verurteilen die Kriegsverbrechen der USA die Welt zu endlosem Krieg und Chaos?“ <3>
Am 28. Mai meldet ‚anonymousnews‘: „Die Bundeswehr plant bereits die Internierung von Tausenden russischen Kriegsgefangenen in Lagern in ganz Deutschland.“ Wörtlich sagte der Kapitän zur See und Kommandeur des Landeskommandos Hamburg, Kurt Leonards, kürzlich in einem Vortrag auf dem Albert-Ballin-Forum: „Wenn tausende von Kriegsgefangenen kommen, müssen die irgendwo hin. … Wir brauchen jetzt Konzepte, die wir entwickeln müssen, um in den nächsten 3, 4 Jahren so glaubwürdig in der gesamtstaatlichen Verteidigung zu sein, dass das Risiko für Putin, dass ein Angriff für ihn nicht erfolgreich wird, sehr, sehr hoch ist.“ <4>
Für den Kriegsfall werden außer Lagern für Tausende russische Kriegsgefangene auch unterirdische Intensivstationen geplant! Ich zitiere aus einer Meldung des WDR Köln „Das Klinikum Köln-Merheim plant für den Kriegs-und Katastrophenfalleine sogenannte „Pop-Up“-Intensivstation in der Tiefgarage nach israelischem Vorbild“ <5>
Diese Meldung hat die ‚Lokalzeit aus Köln‘ schon am 21.03.2025 ausgestrahlt, doch ich wurde erst durch eine Stellungnahme des Stadtverbands Köln der Partei ‚dieBasis‘ vom 9.Juni darauf aufmerksam; in dieser Stellungnahme wird auch vor einem „Gesundheitssicherstellungsgesetz“ gewarnt, das von der Bundesregierung geplant wird. In einer Mitteilung der Bundesgesundheitsministerin Nina Warken vom 15. Februar heißt es: „Sicherheitspolitik ohne ein funktionierendes Gesundheitswesen ist nicht denkbar.Im Bündnis- oder Verteidigungsfall spielt die Versorgung verletzter Soldatinnen und Soldaten … eine entscheidende Rolle.“ <6>
Solche Planungen folgen den sog. NATO-Resilienz-Zielen‘. Der Journalist Norbert Häring hat schon im Juni vorigen Jahres berichtet, „dass es neben den wenig konkreten „Resilienz“-Vereinbarungen der NATO auch geheime, verpflichtende Ziele des Militärbündnisses gibt, die diese Resilienzziele konkretisieren. <7>
Das deutsche Bundesinnenministerium hat auf Anfrage des Online-Magazins ‚Multipolar‘ die Existenz dieses geheimen NATO-Dokuments nicht bestritten. Laut ‚Multipolar‘ hat ein holländischer Parlamentarier dieses geheime NATO-Dokument „ein „riesiges schwarzes Loch“ in der Demokratie“ genannt. <8>
Kriegsvorbereitung auf allen Ebenen! Und Kriegspropaganda in allen Mainstream-Publikationen: bei ‚t-online‘ klingt das am 29. Mai so: „Um kurz vor zwei Uhr morgens überschreiten russische Truppen die Grenze zu Litauen. In Berlin, Brüssel und Wien kommen die Krisenstäbe zusammen, doch Moskau hat längst den nächsten Schritt vorbereitet: Häfen, Bahnlinien, Brücken und Nachschubrouten geraten ins Visier. Deutschland wird als Drehscheibe westlicher Truppenbewegungen zum Hauptziel russischer Raketen und Sabotageakte.“ Dann erfährt man, dass das ein Zitat aus einem neuen Buch „Überfall. Wenn der Krieg zu uns kommt“ von einem ‚Militäranalysten‘ ist. <9> Amazon empfiehlt dieses Buch so: „Pflichtlektüre für politisch wache Köpfe“ <10> wie gesagt: Kriegspropaganda kennt offenbar keine Grenzen! Die Kriegsvorbereitungen auch nicht: Auf der Rüstungskonferenz ‚New Age Defence‘ am 9. Juni in Berlin hieß es: „Wichtig sei weniger die Herstellung zahlloser Waffen als vielmehr die Bereitstellung von Produktionskapazitäten, die im Kriegsfall jeweils das modernste Kriegsgerät blitzschnell ausstoßen könnten. Man wolle Hersteller, Soldaten und Politik enger miteinander verknüpfen und ukrainische Fronterfahrung mit industriellem Know-how in Deutschland verbinden. Versammelt waren dort Vertreter deutscher Drohnen-Startups und ukrainische Militärs … unter anderem Vertreter von Brigaden der Ukrainischen Nationalgarde, die Symbole der Waffen-SS nutzen.“ So berichtet von ‚german-foreign-policy‘ <11>
Wie nah der Kriegsfall – Entschuldigung: der ‚Bündnisverteidigungsfall‘ – schon droht, zeigen Aussagen des Chefs der deutschen Luftwaffe, Generalleutnant Holger Neumann, in einem Interview für die britische Zeitung The Telegraph: Neumann sagte dort „Deutschland ist bereit, gegen Russland heute Nacht zu kämpfen … dabei gehen wir mit allem rein, was wir in Deutschland haben … meine Truppe wird verheerende Luftschläge in Russland starten,“ so nachzulesen in der der ‚Welt‘ am 18. Juni. Weiter heißt es dort: „Der Luftwaffen-Inspekteur nannte dabei als mögliche Ziele die russische Kola-Halbinsel mit ihren Atomwaffenstützpunkten, die strategisch wichtige Exklave Kaliningrad sowie das Schwarze Meer mit seinen bedeutenden Marineverbänden, falls die Nato sich gegen einen russischen Angriff verteidigen müsste. <12>
Die Bedrohung durch solch einen Angriff wird vom 38. CDU-Parteitag am 20./21. Februar in Stuttgart ganz ‚offiziell‘ so formuliert: „Wir sind bedroht. Russland ist zurückgekehrt zu seiner über 500 Jahre praktizierten Politik territorialer Expansion, … Russland ist eine Nuklearmacht und verfügt über eine integrierte und inzwischen kriegserprobte Armee von 1,5 Millionen Soldaten. Dazu kommen noch etwa 2 Millionen Reservisten. Seine Wirtschaft ist auf Kriegswirtschaft umgestellt. Hybride Kriegsführung gegen den Westen findet täglich statt. Mehrere westliche Geheimdienste haben gewarnt, dass ein russischer Angriff auf das Gebiet der Europäischen Union und der NATO bis zum Jahr 2030 erfolgen könnte.“<13> Soweit die CDU-Kriegsvorbereitungen!
Doch was Kriegsvorbereitungen anbelangt, lässt sich SPD-Kriegsminister Pistorius, dessen Ziel die ‚Kriegstüchtigkeit‘ der ganzen Gesellschaft ist, von niemandem übertreffen. Auf der Konferenz der Innenminister aller deutschen Bundesländer am 19. Juni erklärte Pistorius: „Jegliche militärische Stärke ist ohne eine leistungsfähige zivile Basis wirkungslos.[1] Mindestens genauso wichtig wie Panzer, Flugzeuge oder Schiffe ist die Überzeugung der Menschen in einer Gesellschaft! Jeder Einzelne muss wissen, welche Rolle sie oder er im Ernstfall einzunehmen hat.“ Es kommt noch schlimmer: „Insbesondere der Neue Wehrdienst und das Stärken der militärischen Reserve sollen dazu beitragen, die Kampfbereitschaft in der Bevölkerung auszubauen. … der Großteil der Bundeswehr wird im Kriegsfall an der Ostflanke oder im Nordatlantik kämpfen und steht im eigenen Land dann nicht mehr zur Verfügung. … Deutschland ist das logistische Herz der NATO und im Kriegsfall deshalb auch potenzielle[s] Ziel […] für Feinde. Deutschland ist so bedroht wie seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr“. <14> Da muss man erstmal durchatmen!
Auch Finnland glaubt, sich gegen einen russischen Angriff verteidigen zu müssen. Die ‚NachDenkSeiten‘ melden: „Am 17. Juni hat eine große Mehrheit des finnischen Parlaments für Gesetze gestimmt, nach denen das Atomwaffenverbot aufgehoben werden kann. Also: Atomwaffen an der Grenze zu Russland? Der finnische Verteidigungsminister Antti Hakkanen wörtlich: „Mit diesem Vorschlag stärken wir die Verteidigung Finnlands und ermöglichen den uneingeschränkten Einsatz der nuklearen Abschreckung der Nato zum Schutz Finnlands.“ <15>
Natürlich wird immer der ‚Verteidigungsfall‘ angeführt, also ein Angriff Russlands, der aber selbst nach Meinungdes Oberbefehlshabers der alliierten Streitkräfte in Europa, US-General Alexus Grynkewich, sehr unwahrscheinlich ist. Laut ‚Berliner Zeitung‘ vom 11. Juni sagte der General: „Russland sucht keinen Konflikt“ und: „Weil die Russen wissen, dass sie keinen Erfolg hätten, werden sie ein solches Risiko nicht eingehen.“ In diesem Artikel kann man ebenfalls lesen: „Russlands Präsident Wladimir Putin bezeichnete Befürchtungen eines russischen Angriffs auf Nato-Staaten erst vergangene Woche als „Unsinn““. Putin wörtlich: „Das ist eine bewusste Provokation, um eine Bedrohung zu schaffen, die es in Wirklichkeit nicht gibt, und die Bevölkerung dazu zu bringen, mehr Geld für Verteidigung auszugeben.“ <16> Zur Erinnerung: noch im Dezember 2021, also vor dem Einmarsch russischer Truppen in die Ukraine, hat Moskau einen Nichtangriffspakt vorgeschlagen; <17> im Oktober 2025 ist Moskau laut dem russische Außenminister Lawrow bereit zu einer Nichtangriffsgarantie für EU- und Nato-Staaten. <18> Der ‚Westen‘ reagierte stets ablehnend. „Am 22. Juni, fand ein Runder Tisch zur Militarisierung Europas statt, zu dem die russische ständige Vertretung bei der OSZE eingeladen hatte. „Westliche Vertreter beteiligten sich…nur als passive Zuhörer an der Veranstaltung.“ Auf dieser Konferenz warnte Poljanski, der ständige Vertreter der Russischen Föderation bei der OSZE, eindringlich vor der eskalierenden „Militarisierung Europas und der Militarisierung der euroatlantischen Allianz“. Poljanski wörtlich: „sie sind eine Bedrohung für den Weltfrieden, eine Bedrohung für die Stabilität, und sie gefährden letztlich die Zukunft unserer Kinder und Enkelkinder.“ <19> Nur einen Tag später, am 23. Juni, erklärte Anita Hipper, eine Sprecherin der EU-Kommission, auf einer Pressekonferenz in Brüssel: „die EU-Kommission wird alles tun, um Russlands Wirtschaft … auf dem Schlachtfeld anzugreifen, da Russland keine Verhandlungsbereitschaft zeigt.“ Diese Position äußerte Anita Hipper als Antwort auf die Äußerungen des russischen Präsidentenberaters Juri Uschakow zur Bereitschaft Russlands zum Dialog mit der EU. <20>
Mit anderen Worten: Russland ist nicht unser Feind! Die Kriegsvorbereitung findet im ‚Westen‘ statt und an vorderster Front in Deutschland!
Ich danke Euch!
Aachen, 4. Juli 2026, Dr. Ansgar Klein
<2> https://seniora.org/politik-wirtschaft/politik/eugene-doyle-vergewaltiger-usa-verfolgt-kuba
<3> https://worldbeyondwar.org/do-u-s-war-crimes-doom-the-world-to-endless-war-and-chaos/
<4> https://www.youtube.com/shorts/eFlJ9xDxYKY
<6> https://www.bundesgesundheitsministerium.de/presse/interviews/interview/wams-15-02-26
<7> https://norberthaering.de/macht-kontrolle/nato-ziele/
<8> https://multipolar-magazin.de/meldungen/0286
<11> https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/10435
<13> file:///C:/Users/hakle/Downloads/2026_02_26_Angenommene-Sach_und-Initiativantraege.pdf S.60
<14> www.german-foreign-policy.com/news/detail/10454
<15> https://www.nachdenkseiten.de/?p=152415
<16> https://www.berliner-zeitung.de/article/nato-general-russland-kein-angriff-auf-nato-staaten-10085984
<17> https://www.zeit.de/politik/ausland/2021-12/ukraine-konflikt-russland-nato-sicherheitspakt
<19> https://de-rtnews.com/international/284237-runder-tisch-zur-militarisierung-europas/

