Pressemitteilung 4. September 2025:
Corona-Angstmacher versuchen, sich sang- und klanglos zu verdrücken
Manche Hetze gegen Maßnahmen-Kritiker geht ohne Aufarbeitung weiter
Sicher ist vielen in Erinnerung, dass in der ‚Corona-Zeit‘ in Aachen üble Verleumdungen gegen die Gegner der ‚Corona-Impfpflicht‘ vorgebracht wurden. Allen voran die Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen, die „heute (4. Februar [2022]) gemeinsam mit Vertreter*innen aller Fraktionen im Rat der Stadt Aachen, den Religionsgemeinschaften und Vertreter*innen der Stadtgesellschaft die Erklärung „Aachen hält zusammen – Gemeinsam für Solidarität und Aufklärung“ [‚Aachener Appell‘] vorgestellt“ hat, wie es immer noch auf der Webseite des Bistums Aachen zu lesen ist; allerdings nicht mehr auf der Webseite der Stadt Aachen, und das hat eine Vorgeschichte:
In einer Rundmail der ‚Aachener für eine menschliche Zukunft‘ vom 26. August 2025 war auf die Webseite der Stadt Aachen mit dem ‚Aachener Appell‘ hingewiesen worden, woraufhin einer unserer Mitstreiter am 27. August an presse.marketing@mail.aachen.de schrieb: „… wann der sogenannte „Aachener Appell“ vom Frühjahr 2022 offiziell zurückgenommen wird. …“. Darauf erhielt er postwendend folgende Antwort: „ … danke für Ihre berechtigte Anfrage. Da er [‚Aachener Appell‘] anlässlich der Pandemie verfasst worden ist, die aber glücklicherweise vorbei ist, können wir das Kapitel schließen und außerdem hoffen, dass wir es nicht so bald wieder öffnen müssen. …“. Unser Mitstreiter hakte am gleichen Tag nach: „… die Stadt Aachen möge aber die im Wortlaut des Aachener Appells niedergeschriebenen Verleumdungen mit einer Bitte um Entschuldigung zurücknehmen.“ Darauf hat unser Mitstreiter keine Antwort erhalten. Offensichtlich war die ‚Antwort‘ die sang- und klanglose Streichung der Webseite zum ‚Aachener Appell‘, denn ab dem 30. August war diese Seite nicht mehr vorhanden.*)
Allerdings wird nicht nur auf der Webseite des Bistums Aachen die Hetze gegen ‚Corona-Maßnahmen‘-Kritiker weiter verbreitet, sondern auch auf der Webseite der VVN-BdA Kreisvereinigung Aachen, dort zusammen mit DFG-VK Städteregion Aachen, IPPNW-Regionalgruppe Aachen und pax christi im Bistum Aachen .
Interessant in diesem Zusammenhang ist, dass diese Webseite der Stadt Aachen:

schon länger sang- und klanglos verschwunden ist!
Die ‚Aachener für eine menschliche Zukunft‘ appellieren an die ‚Angstmacher‘, sich endlich zu ihrer Kampagne gegen die ‚Corona-Maßnahmen‘-Kritiker zu äußern!
i. A.:
Dr. Ansgar Klein, Sprecher der ‚Aachener für eine menschliche Zukunft‘
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*) Hier der sog. ‚Aachener Appell‘ im Wortlaut:
Aachen hält zusammen – Gemeinsam für Solidarität und Aufklärung
Liebe Aachenerinnen und Aachener,
wir halten zusammen, um die Krise zu meistern und deutlich Kräften entgegenzutreten, die versuchen, uns zu entzweien. Was wir in diesen Zeiten brauchen, sind Solidarität, Aufklärung und Geduld. Was wir nicht dulden, sind populistische, extremistische und antisemitische Kräfte, die die Verunsicherung nutzen, um sich gegen die Grundfeste unserer Demokratie zu richten.
Die CoronaPandemie hat die Welt seit über zwei Jahren fest im Griff. Bisher sind allein in Deutschland über hunderttausend Menschen an oder mit dem Virus verstorben. Die Inzidenzen der Neuinfektionen sind nach wie vor anhaltend hoch. Ein Ende der Pandemie ist leider noch nicht in Sicht.
Die Menschen in unserer Stadt zeigen seit Beginn der Pandemie einen enormen Einsatz. Jede und jeder Einzelne von uns musste sich einschränken, verändern und anpassen. Vieles wird uns abverlangt mit dem einen Ziel: die Pandemie zu bekämpfen und zu besiegen. Vor Ort wurde dabei viel gearbeitet und geleistet – im Alltag unserer Mitbürgerinnen, im Gesundheits und Pflegebereich, im Bildungs und Erziehungsbereich, in den Büros und den Betrieben, im Einzelhandel wie in der Verwaltung, im Kulturleben sowie an vielen anderen Orten. Kaum ein anderer Bereich steht bei der Bekämpfung der Pandemie derart im Mittelpunkt wie das Gesundheitssystem. Auch wenn die aktuell dominierende Virusvariante in weiten Teilen nur eine milde Symptomatik zeigt, so führt die große Zahl an Erkrankungen zu einer anhaltend hohen Be lastung des Gesundheitssystems. Die Beschäftigten des Gesundheitswesens stehen vielerorts am Rande der Belastungsfähigkeit. Lebensnotwendige Behandlungen und Operationen müssen teil weise verschoben werden, das ärztliche und pflegerische Personal ist ausgelaugt. Eine immer noch mögliche Triage muss mit allen Kräften vermieden werden. Die Beschäftigten im Gesundheitssystem verdienen unseren allergrößten Respekt, unsere uneingeschränkte Solidarität sowie die größt mögliche Unterstützung bei der Umsetzung der Maßnahmen und Bemühungen, um die Pandemie in diesem Jahr hoffentlich endlich zu kontrollieren und besiegen zu können. Mit großer Sorge betrachten wir in diesem Zusammenhang sogenannte Spaziergänge und Demon strationen, auf denen diese Solidarität immer wieder in Frage gestellt wird. Das Recht auf freie Meinungsäußerung ist uns wichtig. Uns ist bewusst, dass nicht alle Teilnehmenden sogenannte Querdenkerinnen sind. Doch versammeln sich dort auch regelmäßig Menschen, welche die Maßnahmen der Pandemiebekämpfung nicht mit sachlichen Argumenten kritisieren, sondern Verschwörungserzählungen und Geschichtsklitterung verbreiten. Unerträglich ist die Verharmlosung des Holocaust durch jene, die sich als vermeintliche Opfer der CoronaPolitik inszenieren und dies mit einem gelben Stern oder anderen Verweisen auf das NSRegime zur Schau stellen. Völlig irrational
und ohne jede sachliche Grundlage sind auch die vielfach auf diesen Demonstrationen formulierten
Vorwürfe einer „Impfdiktatur“, eines „PharmaFaschismus“, einer „CoronaDiktatur“, der „Eugenik“
oder ähnlich absurde Begriffe. Die Verschwörungserzählungen über angeblich geheime Machen
schaften der „Eliten“ werden auch aus dem Kreis der Aachener Impfgegnerinnen propagiert und dürfen nicht unwidersprochen bleiben. Zudem besorgt uns, welche Strömungen diese ProtestAktionen im ganzen Land lenken und beein flussen. Insbesondere das rechtsextremistische Milieu beteiligt sich über TelegramGruppen maß geblich an der Organisation von Demonstrationen und „Spaziergängen“ und beeinflusst die Aktivi täten. Auch in Aachen laufen rechte Gruppen aktiv bei den Demonstrationen mit – ohne dass sich die Veranstalterinnen klar von den Parolen gegen den demokratischen Staat distanzieren. Alle, die
nun ernsthaft von einer „CoronaDiktatur“ oder einem neuen „Faschismus“ in der Bundesrepublik
sprechen, verachten nicht nur unsere staatlichen Institutionen. Sie verlassen den Boden der Auf
klärung, welcher die Grundlage für einen demokratischen Dialog ist. Und sie beleidigen all jene, die
an vielen Stellen des öffentlichen Lebens höchsten Einsatz gezeigt haben.
Bundespräsident FrankWalter Steinmeier hat es auf den Punkt gebracht: „Denn wir alle sind diese
Demokratie! Wir alle ringen täglich darum, das Richtige zu tun in der zermürbenden Pandemie“.
Liebe Aachenerinnen und Aachener,
auch wir sind der Pandemie überdrüssig. Auch wir sind mürbe und manchmal genervt von den not
wendigen Auswirkungen auf unser aller Leben. Auch wir haben oft Fragen oder Zweifel und sind
nicht von jeder Maßnahme zur Pandemiebekämpfung überzeugt. Aber wir sehen keine Alternative
dazu, die Pandemie mit den von der großen Mehrheit der Wissenschaftlerinnen empfohlenen Handlungsweisen zu bekämpfen. Dazu gehören sowohl die Einschränkung von Kontakten als auch das konsequente Impfen der Bevölkerung. Und dazu gehört auch die Solidarität mit all den Menschen, die derzeit in der Verantwortung stehen, diese Maßnahmen vorzubereiten, über sie zu entscheiden und diese umzusetzen. Wir vertrauen darauf, dass ein konstruktives Miteinander und ein solidarischer Umgang aller Akteure uns aus dieser Pandemie herausführen werden. Wir richten uns daher mit diesem Aufruf an alle Mitbürgerinnen und bitten Sie: Lassen Sie sich impfen und leisten Sie dadurch Ihren solidarischen Beitrag zur Bekämpfung dieser Pandemie. Fallen Sie nicht auf jene Individuen herein, die versuchen mit Verschwörungsmythen und abstrusen Vor würfen diesen Geist der Solidarität in Frage zu stellen. Bleiben sie kritisch! Aber stehen Sie nicht an der Seite von Menschen, die uns trennen und an den Säulen unserer Demokratie rütteln.
Wir erklären unmissverständlich, dass wir den wissenschafts und demokratiefeindlichen Umtrieben der so genannten Impfgegner*innen eine klare Absage erteilen. Gleichzeitig werden wir mit allen einen Dialog führen, die mit uns gemeinsam im demokratischen Diskurs über die erfolgreiche Bekämpfung der Pandemie reden oder auch streiten wollen.

